Autos, Fahrräder und Nähmaschinen aus Bielefeld

Bild vom MotorfahrradDie Region Bielefeld ist seit der Industriellen Revolution als Textilregion bekannt. Aufgrund einer Absatzkrise für Nähmaschinenprodukte in den 1880er Jahren suchte Nikolaus Dürkopp nach neuen Produk-ten. So begann er 1885 als erstes deutsches Unternehmen mit der Serienproduktion von Fahrrädern. Diesem Vorbild folgten bald auch andere Unternehmen, so dass die Fahrrad-industrie zu einem weiteren wichtigen Standbein der Bielefelder Wirtschaft wurde.

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Pionier des modernen Verbraucherschutzes

Bild einer König-Gedenkmünze Die Qualität der Lebensmittel liegt seit Mitte des 19. Jahrhunderts überwiegend in den Händen der Industrie. Franz Joseph König gilt als Begründer der Lebensmittelchemie, die damit vor rund 130 Jahren entstand. Er entwickelte zahlreiche Analyseverfahren und schuf die Basis für die moderne Qualitätsüberwachung von Lebensmitteln. Fasziniert von der Chemie promovierte König 1867. Drei Jahre darauf berief ihn der Landwirtschaftliche Provinzialverein für Westfalen und Lippe zum Aufbau einer landwirtschaftlichen Versuchsstation nach Münster. Später wurde er Professor an der heutigen Westfälischen Wilhelms-Universität. König begründete den ersten Lehrstuhl für Nahrungsmittelchemie und Hygiene in Deutschland. Er engagierte sich für die Ausbildung zum Lebensmittelchemiker und die Ausgestaltung dieses Berufsbildes. Den Bedarf an Nahrungsmittelchemikern zur Lebensmittelqualitätssicherung erkannte auch die Politik. König war maßgeblich am ersten Nahrungsmittelgesetz von 1879 beteiligt.
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Anton Feith – Orgeln für Westfalen

Foto von Orgelbauer Veith Das Vater-Sohn-Gespann Feith prägte die die Orgellandschaft Westfalens entscheidend. Sie bauten rund 800 Orgeln, unter anderem auch die Große Orgel im Dom zu Paderborn, die drittgrößte Kirchenorgel Deutschlands. 1902 übernahm Anton Feith die Eggert Orgelbau-Anstalt im westfälischen Paderborn, da Franz Eggert den Familienbetrieb aufgrund einer Krankheit nicht länger halten konnte. Bis 1930 baute Anton Feith mit seinem Sohn 600 Orgeln. Nach seinem Tod übernahm Sohn Anton Feith II. den Betrieb, der aber während des Zweiten Weltkrieges eingestellt werden musste. Nach Kriegsende gewann das Unternehmen bald wieder an Größe, da es wegen der Kriegszerstörungen einen großen Bedarf an Orgelneubauten gab. Siegfried Sauer übernahm 1973 den Betrieb des kinderlosen Anton Feith II. und verlegte die Orgelbauwerkstatt von Paderborn nach Ottbergen im Kreis Höxter. Heutzutage wird die Unternehmenstradition unter dem Namen „Orgelbau Sauer & Heinemann“ fortgeführt.
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Die Freie Scholle – Neue Wohn- und Baukultur in Bielefeld

Bild vom Richtfest Die „Freie Scholle“, ausgezeichnet mit dem ersten Preis des „Werkstatt-Wettbewerbs Quartier“, blickt auf eine 105-jährige Geschichte zurück. 1911 entstanden, um Turnhallen für Arbeitersportvereine zu bauen, entwickelte sich die „Freie Scholle“ zu einer allgemeinen Baugenossenschaft für Arbeiterwohnungen. Sie baute erste genossenschaftliche Siedlungen und setzte dabei neue Maßstäbe im Arbeiterwohnungsbau durch die Ausstattung mit WCs, elektrischer Beleuchtung, Gasanschluss und fließend Wasser in der Wohnküche sowie einem Gemeinschaftsbad im Keller. Die Siedlungen, deren Bauten durch die Gestaltung eine politische Komponente hatten, wurden zum Teil zu kulturellen Mittelpunkten ganzer Stadtteile. Die „Freie Scholle“ förderte nach 1945 den Wiederaufbau, feierte 1968 die Fertigstellung ihrer 5.000. Wohnungen und kümmert sich seit den 1980er Jahren vor allem um die Instandhaltung und Modernisierung der bestehenden Siedlungen. Einen neuen Schwerpunkt setzte die Wohnungsbaugenossenschaft seit der Jahrtausendwende beim Wohnen im Alter. Für die unternehmenseigene Altenarbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet.
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Pinkus Bier aus Münster

Bier-Verladung Seit Jahrzehnten gehört sie zu Münster wie das das Rathaus oder der Dom: Die Brauerei Pinkus Müller samt uriger Gaststätte. Es ist die letzte von ehemals 150 Altbierbrauereien in Münster und wird heute in sechster Generation geführt. Gebraut wird dort seit 1816, nachdem Johannes Müller das Unternehmen in der Kreuzstraße gründete. Sein Sohn Carl baute die dazugehörige Bäckerei in eine Mälzerei um. Dem gleichnamigen Enkel verdankt die Brauerei ihren heutigen Namen. Dieser erhielt nämlich seinen Spitznamen „Pinkus“, nachdem er während eines nächtlichen Ausflugs mit zwei Mitschülern einige Liter Bier genossen hatte. In der Folge geht es der überlieferten Geschichte nach um ein dringendes menschliches Bedürfnis sowie eine – zumindest anfangs – brennende Gaslaterne. 1980 produzierte Hans Müller das erste „Öko-Bier“ Deutschlands und stellte die gesamte Produktion auf ökologisch zertifizierte Produkte um. 1992 erwarb das Unternehmen eine zusätzliche Lager- und Abfüllhalle in Laer, in der seit 2006 ausschließlich produziert wird. Pinkus Müller erfreut nicht nur in Münsters Altstadt seine Gäste mit selbstgebrauten Bier, sondern exportiert dieses unter anderem auch in die USA, nach Holland, Spanien und sogar Japan.
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Friedrich Wilhelm Sertürner – Erfinder des Morphiums

Alte Zeichnung der Feuermaschine Friedrich Wilhelm Sertürner – der Erfinder des Morphiums begann 1799 eine Lehre als Apothekergehilfe in Paderborn. Bereits während seiner Ausbildung experimentierte Sertürner im Labor und beschäftigte sich vor allem mit der Wirkung von Arzneipflanzen, insbesondere Schlafmohn und der aus ihm gewonnenen Droge Opium. Nach etlichen Versuchen gelang es ihm, die betäubende und einschläfernde Substanz Morphin zu isolieren, die er nach Morpheus, dem griechischen Gott des Traumes, benannte. Er publizierte seine Entdeckung, die aber zunächst in Fachkreisen wenig Aufmerksamkeit erzielte. Jedoch veröffentlichte Sertürner einen weiteren Aufsatz, in dem er die entdeckte Substanz das erste Mal als Morphium bezeichnete und genau beschrieb. So erlangte seine Arbeit doch noch Anerkennung. Goethe ernannte Sertürner 1817 zum auswärtigen Mitglied der „Societät für die gesammte Mineralogie zu Jena“. Bis heute sind Morphin und andere Opiate unersetzbar in der Schmerztherapie.
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